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Von der Isarquelle zum Marienplatz - leichte 3-Tages MTB Tour

Das einzigartige MTB-Erlebnis

Mit diesem Motto im Kopf starteten am Freitag den 19.06.2015 4 Radler am Bahnhof in Dinkelscherben die angepriesene MTB Tour. 2 weitere Radler stießen in Augsburg dazu und in Weilheim war dann die Gruppe mit 9 Personen vollzählig. Gemeinsam ging es dann mit der Bahn weiter zum Zielbahnhof nach Mittenwald. Mit einem vollgepackten Rucksack auf dem Rücken und vielen dunklen Wolken am Himmel, aber zumindest noch trocken, ging es nach Scharnitz und von dort dann weiter auf einem breiten Schotterweg in Richtung Isarquellen. Der Himmel zog sich während der Fahrt immer mehr zu und schon öffnete er seine Tore und es begann zu regnen. Am Material darf es ja nicht scheitern- so packten wir die Regenklamotten aus und ließen uns durch nichts aufhalten. Aber schon nach kurze Zeit, kam die erste Herausforderung und für die Rennradfahrer in der Gruppe war klar – wir sind hier auf einer Hike and Bike Tour – und begannen an einer ca. 5 km langen steilen Rampe mit viel Geröll und bei Regen das geliebte Fahrrad zu schieben. Nachdem diese Passage erledigt war und man dann doch immer wieder mal aufs Rad steigen konnte, kamen wir schon etwas durchnässt am Abend auf dem Hallerangerhaus auf 1768m an, wo wir nach einem sehr leckeren Abendessen, einem lustigen und gemütlichen Hüttenabend und einem guten „alkoholische Betthupferl“ die Nacht im Bettenlager verbrachten.

Der Blick am Samstagmorgen aus dem Fenster versprach nichts Gutes – der Wetterbericht hatte ausnahmsweise recht und es schüttete wie aus Kübeln. Weiter oben am Berg war sogar über Nacht etwas Schnee gefallen. Gut – zuerst mal Frühstück, dann alle Regenklamotten anziehen, die im Rucksack zu finden waren und schon ging die Tour weiter. Den abwärts Weg haben wir trotz zunehmendem Regen wieder gut gemeistert und so kamen wir wieder nach Scharnitz. Dort war dann der Ideenreichtum der Teilnehmer gefragt, nachdem die Schuhe und Socken trotz Überschuhe und die Handschuhe schon patschnass waren. Im Supermarkt kauften wir sogleich Gefriertüten, die wir auf die frisch gewechselten Socken in die Schuhe anzogen, damit der Fuß bei der Kälte zumindest etwas trocken blieb- schließlich lagen noch ein paar Kilometer vor uns. Für die Handschuhe gab es von der Wursttheke die Plastikhandschuhe zum Drüberziehen und schon ging es weiter nach Vorderriss zur Mittagseinkehr. Dort wurde überlegt, ob die Tour abgebrochen werden soll und wir den Bus nach Bad Tölz nehmen, aber nein – wir gehören jetzt zu den Harten und ziehen die Geschichte durch. Nach 90 km in strömendem Regen, ziemlich verdreckt und nass kamen wir in Bad Tölz im Hotel an und haben jeden Strahl der heißen Dusche in vollen Zügen genossen.

Der 3. Tag versprach zwar etwas weniger Regen und einen bedeckten Himmel, aber dafür packte dann der Tourguide Dieter sein Überraschungspaket aus. Kurz nach Bad Tölz ging es bereits in den Wald, wo schon die 1. rutschige Tragepassage bergauf auf uns wartete. Vom Überqueren einer größeren Wasseransammlung auf glitschigen Brettern via selbstgebauter Brücke bis hin zu einem Parcours von umgestürzten Bäumen, war alles dabei. Sah man als eingefleischter Rennradfahrer ein Stück Asphalt, so wurde diese Illusion gleich wieder zerstört und schon die nächste Einbiegung in den Wald genommen, wo eine weitere glitschige und nasse Tragepassage auf die Biker wartete. Aber der Leitspruch des Tages: „aber heit geht’s guat“ oder Laute aus der Tierwelt machten allen gute Laune und wir kamen zum Teil aus Lachanfällen nicht mehr raus. Ein Blick auf die Isar war trotz diesigem Wetter bei dieser Tour auf alle Fälle ein Highlight. Allesamt waren wir der Meinung - für so einen Survivaltrip würden gutbezahlte Manager bei einer Eventfirma viel Geld bezahlen. Die Ankunft am Marienplatz am späten Sonntagnachmittag endete in einem Blitzlicht, bei dem kurz angemerkt wurde, das „leichte MTB Tour“ vielleicht neu zu definieren wäre, aber die Tour bei jedem als "Das einzigartige MTB-Erlebnis" einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Trotz der nicht ganz einfachen Verhältnisse, haben wir unheimlich viel gelacht!

Ein herzliches Dankeschön an die Gruppe, die niemals schlechte Stimmung aufkommen ließ – egal was kam!

 

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